Erfahrungsbericht ICC$

Erfahrungsbericht ICC$

Ein Betriebsleiter aus den USA erzählt von seinen Erfahrungen mit dem ICC$-Zuchtwert

27.04.2017

CRI in den USA hat einen Betrieb besucht, der seit der Einführung den ICC$ als Hauptselektionskriterium verwendet. Mit den daraus resultierenden Ergebnissen ist der Betriebsleiter sehr zufrieden. Im Weiteren können sie die Erfahrungswerte und Ergebnisse dieses Betriebes nachlesen.

Die Realität von Ideal

Darin Dykstra führt einen Milchviehbetrieb in den USA (Iowa) und züchtet mit Leidenschaft Holstein Kühe. Darin hat eine genaue Vorstellung davon, was ihm in seiner Herde wichtig ist und seine Philosophie stimmt mit dem Ideal Commercial Cow Index (ICC$) überein. Sein Ziel sind funktionale, langlebige Kühe mit hohen Inhaltsstoffen. Folglich begrüßte er die Einführung des ICC$ vor 3 Jahren und sagt: „Das liefert die perfekte Kuh für jeden kommerziellen Milchviehbetrieb.“



Der ICC$ hilft Dykstra Zuchtfortschritte in den verschiedenen Bereichen zu realisieren.
1) Hohe Inhaltsstoffe erreicht man durch den Einfluss des Sub-Index Produktionseffizienz (PREF$), sodass höchstmögliche Fett- und Eiweißkilogramm abgeliefert werden können.
2) Betonung auf den Bereich Fruchtbarkeit & Fitness (FYFT$) fördert ein stabiles Reproduktionsgeschehen.
3) Augenmerk auf Gesundheit (HLTH$) führt zu langlebigen Kühen mit geringeren Gesundheitsereignissen.

Darin Dykstra fügt hinzu, „Je weniger Ereignisse bei einer Kuh zu verzeichnen sind, desto besser.“

Wie auf den meisten wirtschaftlich orientierten Milchviehbetrieben steht auch bei Dykstra Dairy ein weiterer Punkt im Fokus, bei dem es sich um Effizienz dreht. „Der ICC$ führt in die richtige Richtung, auch weil wir kleinere Kühe brauchen, dahingehend züchten wir“, erklärt Dykstra.

Genetik treibt den Fortschritt voran

Seit 2014 wird auf dem Betrieb der ICC$ als wichtigstes Auswahlkriterium herangezogen, wodurch sich die Leistung in vielen Bereichen stetig verbessert hat. Zusammen mit Kim Egan, Herdenmanager und Veterinärmediziner von GENEX wurden die Daten der Herde von Dykstra Dairy ausgewertet. Kim Egan erklärt, es sei sehr interessant die Genetik der Herde mit den tatsächlichen Leistungen der Kühe zu vergleichen. „Die Ergebnisse bestätigen die Effektivität des ICC$ als Hauptselektionskriterium.“, so Kim.

In der Analyse zeigt sich, dass bei Tieren mit hohem ICC$ weniger gesundheitliche Probleme auftreten und eine verbesserte Fruchtbarkeit gegenüber der restlichen Herde vorliegt. In Zahlen beutet dies, dass das obere Drittel der Kühe (> +500 ICC$) eine jährliche Trächtigkeitsrate von 25 % erreicht, während der Rest der Herde im Durchschnitt bei 21,5 % liegt. Noch deutlicher zeigt sich dies bei den Färsen. Hier erreicht die Gruppe > +600 ICC$ eine Trächtigkeitsrate von 36%, gegenüber 27% für die Färsen < +500 ICC$. (siehe Grafik).

                                     

Zur Gesamtbilanz des Reproduktionsbereichs gehören natürlich auch Aborte. Die Abortraten in der Herde von Dykstra liegen bei den Kühen > +500 ICC$ durchschnittlich bei 3,2 % und bei Kühen mit < +250 ICC$ bei 12,3 %. Bei den Färsen ist ebenfalls ein deutlicher Unterschied ersichtlich. (siehe Grafik)   

Auch im Bereich der Frischabkalber zeigt sich wie die Genetik positiv beeinflusst. Betrachtet man zum Beispiel die Metritishäufigkeit sind deutliche Unterschiede sichtbar. Kühe > +500 ICC$ weisen eine Metritisrate von 14,5 % auf, während 31,5 % der Kühe < +250 ICC$ von Metritis betroffen waren.

Mit der Aufnahme der drei neuen Merkmale Metritis (MTR), subklinische Ketose (SCK) und Klauengesundheit (FH) in den ICC$, erwarte Dykstra weitere Fortschritte in der Gesundheit und Langlebigkeit der Kühe. „Metritis, Ketose, und Lahmheiten sind drei Probleme, welche die Langlebigkeit der Kühe in der Herde beeinflussen. Ich habe schon immer anhand der Gesundheitsmerkmale Tiere ausgewählt, zuerst mithilfe des Lifetime Net Merit (LNM$) und jetzt über den weitergehenden ICC$, wodurch ich mir eine fortschreitende Verbesserung in diesen Problemfeldern erwarte.“, so Darin Dykstra.

Auf die Frage warum Dykstra den ICC$-Index benutzt, antwortet Darin: „ Weil ich in erster Linie ein Landwirt bin der hohen Wert auf die Wirtschaftlichkeit seines Betriebes legt. Bei unserer großen Anzahl an Kühen ist uns besonders wichtig, dass diese gut in unserem System zurechtkommen. Daher wollen wir nicht viel Zeit mit individueller Tierbetreuung verbringen. Wir wünschen uns ein problemloses und effizientes System. Deshalb mag ich den ICC$. Dieser konzentriert sich genau auf das was mir wichtig ist, die ideale wirtschaftliche Kuh. Das ist es, was wir suchen!“


Konnten wir Ihr Interesse für den ICC$-Zuchtwert wecken, dann können Sie sich gerne auf unserer Homepage http://www.icc-zuchtwert.de/ über diesen Zuchtwert informieren. Dort finden Sie auch unser aktuelles Bullenangebot.

Bei Fragen sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne!
 
Ihr CRI Genetics-Team
Dirk Osebold und Mitarbeiter