Vorhandenes Potential nutzen

Vorhandenes Potential nutzen

Bericht von David Ellis, Progressive Herd Consultant GENEX

19.07.2018

 




Im März 2017 hat David Ellis aus England seinen Job bei GENEX gestartet und ist als Berater für Milchviehbetriebe in Europa tätig.
David besucht Milchviehbetriebe und berät diese hinsichtlich ihres Managements.
Zuerst erfolgt eine Bestandsaufnahme der genauen Situation, was läuft gut und wo gibt es noch Schwachstellen und somit die Möglichkeiten noch mehr Potential aus dem Betrieb zu holen.
Dazu erstellt David nach seinem Besuch ein Protokoll für den Betrieb, in dem er die aktuelle Situation auf dem Betrieb beschreibt und mögliche Änderungen vorschlägt, um das Management weiter zu optimieren.

Jetzt berichtete David Ellis selbst von seinem ersten Arbeitsjahr bei GENEX und seinen Erfahrungen:

Vorhandenes Potential nutzen
Von David Ellis, Progressive Herd Consultant GENEX

Vor kurzem habe ich mein erstes Jahr bei GENEX im Job als Progressive Herd Consultant in Europa abgeschlossen und es ist erstaunlich, was man in einem Jahr so alles erlebt. Es war ein Prozess, den Betrieben die Vorteile zu vermitteln, welche man als Berater für die Effizienz und Rentabilität der Betriebe anhand von Fehlerbehebung, Erstellung von Protokollen und sogar Unterstützung beim Personalmanagement bringen kann.

Im Juli 2017 haben wir in Deutschland einen Kunden von CRI Genetics besucht und mit ihm über das Thema Fruchtbarkeit diskutiert. Nachdem wir mit dem Landwirt gesprochen hatten, wurde deutlich, dass es auf dem Betrieb Probleme in der Transitzeit gab. Diese hatten einen großen Einfluss auf die Kühe, die dadurch weniger Milch gaben und niedrige Konzeptionsraten, bis etwa 100 Tage in Milch, hatten. Die frischen Kühe hatten eingefallene Augen, eine sehr schlechte Pansenfüllung und ein großer Teil schien Probleme mit der Nachgeburtsverhaltung zu haben.

Wir waren dort einige Stunden und haben uns alle möglichen Aspekte des Betriebsgeschehens angeschaut, bevor ich einige Vorschläge zur Änderung des Managements in der Trockensteh- und Übergangszeit präsentiert habe. Ich war erleichtert, dass der Landwirt offen gegenüber Veränderungen und Verbesserungen in seinen bisherigen Abläufen war und er sich meine Vorschläge zu Herzen genommen hat. Mit solchen zukunftsorientierten Landwirten wollen wir gerne zusammenarbeiten.


David Ellis (links) bei einem Betriebsbesuch


Die Veränderungen im Management sollen dazu führen, die Effizienz der Betriebe zu verbessern. Erst nach einiger Zeit kann man sehen, ob die eingeführten Änderungen zur Verbesserung der Kuhgesundheit und Leistung beitragen konnten. Mit Hilfe des Reproduktionsmanager Programms von GENEX und UNIFORM agri, war ich begeistert, als ich die Ergebnisse ein halbes Jahr später gesehen habe. Zweitlaktierende und ältere Kühe kamen auf bis zu 42 Liter statt vorherige 30 Liter und der Landwirt war mit der Entwicklung seiner Kühe sehr zufrieden.

Unsere Veränderungen resultierten in einem Anstieg der Konzeptionsrate auf 21% von Tag 50-69 und die Trächtigkeitsrate stieg von 15 % auf 20 %, wobei ausschließlich GENEX Bullen zum Einsatz kamen.
Dies ist ein Beispiel anhand einer 240 Kuh Herde und es zeigt, dass einige Betriebe Unterstützung benötigen, um ihre potenziellen Möglichkeiten auszuschöpfen. Es geht darum sicherzustellen, dass die nötigen Entwicklungsschritte in die richtige Richtung gemacht werden.